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Einleitung
Herzlich willkommen auf der Homepage von Kadov. Die Gemeinde befindet sich acht Kilometer
Luftlinie südwestlich von Blatná, auf der Straße, die Lnáře und Strakonice verbindet.
Wenn Sie die Umgebung von Kadov besuchen, werden Sie von ihrer malerischen und „ungezwungenen“
Landschaft überrascht. Es handelt sich um eine hügelige, gegliederte und touristisch beliebte
Landschaft, die eine natürliche Vrbindung mit dem Böhmerwald darstellt.
Wegen großen Granit-Felsblöcken gibt es hier keine großen Flächen von Feldern und Wiesen, wie es in
anderen Gebieten unseres Landes üblich ist. In diesem „schwierigen“ Terrain haben eine
Menge von Wäldern, Hügeln und Remisen entstanden, die der Landschaft einen eigenartigen
Charakter verleihen und wo viele Natursehenswürdigkeiten erhalten sind.
Eine solche Landschaft ist vor allem zum aktiven Erholen geeignet. In dieser „erhaltenen“ Natur sind
zahlreiche Gattungen von Insekten, Säugetieren und Vögeln, wie auch von Pflanzen und ihren
Gemeinschaften zu finden. Einige Gebiete wurden deswegen zu Naturschutzgebieten ausgerufen.
Zur Gemeinde Kadov gehören auch Ortschaften Lnářský Málkov, Mračov, Pole und Vrbno, die
miteinander touristisch verbunden sind und die meistens eine gemeinsame Geschichte haben.
Die Gemeinde Kadov ist Mitglied des Gemeindenbundes Blatensko.
Denkwürdige Steine
Die Umgebung von Kadov ist sehr reich an Granitsteine, die heutzutage viel besucht werden.
Zu den populärsten und meistbesuchten gehört Kadovský viklan.
Der Lehrpfad an Viklan vorbei
Viklan
befindet sich in einem kleinen Wald gegenüber dem Stadtamt in Kadov. Es handelt sich um
einen großen Granitstein, wessen Schwerpunkt auf einem Felsen ruht. Es war mal möglich,
mit dem Stein einfach zu bewegen. Seine Entstehung wird durch Verwitterung des Gebirges
erklärt.
Einige Archäologen sehen darin den Opferplatz von alten heidnischen Göttern.
Der Stein ist 1,5 Meter hoch, ca. 30 Kilo schwer und hat den Umfang von 11 Metern.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde Viklan gewaltsam hinuntergeworfen und bis zum Jahre 1983
hat er auf dem Boden gelegen. In diesem Jahr wurde er von Ing. Pavel Pavel und seinem Team
zurückgestellt. Nach vier Jahren wurde der Stein jedoch wieder hinuntergeworfen. Im Jahre 1987
wurde er wieder zurückgestellt und durch Keile ergänzt, die seine Bewegung verhindern und
mögliche Unfälle verhüten. Viklan wurde zum geschützen Naturgebilde erklärt.
Riesentöpfe in Granit-Steinen
Eine weitere populäre Erscheinung aus Granit ist ein riesiger Granitstein mit ein paar
schalenförmigen Vertiefungen, der sich auf dem Hügel Vysoký befindet, der zwischen Kadov
und Málkov, in östlicher Richtung von der Straße liegt. Über diesen Stein wird erzählt,
der heilige Vojtěch hat die Lehre von Jesus Christus in unserer Landschaft verbreitet und
ist ermüdet eingeschlafen.
Die weiteren Steine, die auch durch die schalenförmigen Vertiefungen bekannt sind, sind auf
dem Hügel Hora zu finden, den es hinter Kadov in Richtung Vrbno gibt. Der Berg mit dem
höchsten geodetischen Punkt hat früher eine wunderschöne Aussischt in die Gegend angeboten.
Heute ist der Platz von Bäumen bewachsen.
Teufels Armbänder
befinden sich unweit vom Waldweg nach Slatina. In Richtung von Kadov, nach cca 500 Meter
kommt man zur Haltestelle Nr. 11, wo es das kleine Teufel-Armband gibt. Das Armband wird
von ein paar Steinen gebildet, die viele Meter hoch sind.
Das Große Teufel-Armband liegt links von der Tafel Nr. 12. Es steht im höchst liegenden
Punkt des Hügels, von dem früher eine schöne Aussicht in die Umgebung war, vor allem in
den Böhmerwald. Heute ist die Sicht von hohen Bäumen verdeckt.
Teufels Armbänder sind mit vielen Sagen verbunden.
Vor vielen Jahren hat ein junger Lehrer in Kadov gewirkt. Er hat sorgfältig unterrichtet
und die Kinder haben ihm gern zugehört. Einmal hat er ihnen etwas Erregendes erzählt,
wenn ein Junge an der letzten Bank gerufen hat: „Teufel!“ Wie vom Himmel gefallen hat
dort ein schwarzer Gehörnte gestanden und hat dem Lehrer gezeigt, nach Draußen zu gehen.
haben dann lange über etwas diskutiert.
Am nächsten Tag haben die Leute erfahren, dass der Lehrer mit dem Teufel gewettet hat.
Der Teufel hat behauptet, dass er einen Arm voll von Steinen aus Brdy früher bringt,
als der Lehrer das Vaterunser betet. Er wollte so die Seele des Lehrers gewinnen.
Der Teufel ist mit einem großen Sack für Steine geflogen. Auf dem Rückweg hat er gehört,
das Gebet geht bald zu Ende, sodass er sich beeilt hat. In der Eile ist ein Stein aus dem
Sack hinuntergefallen und er hat sich unweit vom Dorf Pole in die Erde so tief eingesinkt,
dass der Teufel sich ohne Erfolg bemüht hat, ihn aufzuheben. Er hat darin seinen Huf
abgedrückt, der Stein hat sich aber gar nicht bewegt. Er ist gerade in dem Augenblick nach
Kadov zurückgekehrt, als die Kinder „Amen“ gerufen haben. Das hat ihn in Aufregung gebracht,
er hat den Sack ausgeleert und ist verschwunden, weil er verloren hat.
Der Opferstein
Zwischen den Armbändern, im Wald westlich von der Straße befindet sich ein großer Granitstein,
der ein paar schalenförmige Vertiefungen hat. Der Stein ist ca. zwei Meter hoch. Einige Archäologen
sind der Meinung, dass er von Heiden als Opferstein benutzt wurde. Die anderen glauben, dass die
Vertiefungen dank allmählicher Verwitterung entstanden sind.
Der Ofen in Mračov
wurde von der Firma Menhirostav erneuert und liegt auf der nördlichen Seite der Straße,
in der Kurve vor der Ausfahrt nach Mračov, in Richtung von Vrbno.
Radwege
Die Landschaft von Kadov und Umgebung wird viel für aktive Erholung ausgesucht, sowohl
für Fußwanderungen als auch für Radfahren. Im Reiseführer von Blatensko ist der 32,5 Km
lange Radweg zu finden, der von Řečice über Vrbno, Kadov, Bezděkov und Pole führt.
Ein anderer Weg wird in dem vom Gemeindenbund von Blatensko herausgegebenen Reiseführer
beschrieben. Er führt von Lnáře nach Klinovice, über Pole, Kadov und Lnářský Málkov.
Über Kadov führt auch ein Lehrpfad. Er beginnt bei der mikrobiologischen Station in
Velký Pálenec, führt weiter über Vrbno und Kadov und endet in Slatina. Auf jeder Haltestation
werden die einzelnen historischen und Naturdenkmäler gekennzeichnet und beschreibt.
Wenn man jedoch einen interessanten Ausflug unternehmen möchte, muss man nicht nur
beschilderte Wander- und Radwege wählen. Man kann auch zahlreiche wenig frequentierte
Feldwege nutzen.
Empfehlenswert sind:
1. Der Waldweg Kadov – Bezděkov, an einem alten Stein-Weib vorbei
2. Kadov – Slatina, an Teufels Armbändern vorbei
3. Vrbno – das Hegerhaus in Brdy, an Velký Pálenec vorbei
4. Vrbno – Hadí – Blatná
5. Vrbno – Záboří, an den Teichen vorbei bis zur Kirche in Záboří
6. Um Velká Kuše herum
7. Die Feldverbindung Vrbno – Pole
8. Vrbno – Mračov – Lažánky
9. Vrbno – um Smyslov herum
10. Vrbno – der Waldweg nach Tchořovice
11. Vrbno – das Hegerhaus in Brdy – Jezárko – Blatná
12. Málkov – Čečelovice
13. Málkov – Vusej – Slatina
14. Pole – das Denkmal der Befreiung durch die amerikanische Armee - Zahorčičky
15. Pole – Bezděkov
16. Pole – das Hegerhaus in Brdy – Smyslov
Diese Wege sind in ausführlicheren Landkarten zu finden. Es handelt sich meistens um
Feld - und Waldwege mit steiniger oder grasiger Fläche.
Sehenswürdigkeiten
Die Pfarrkirche von St. Wenzel
Seit Menschengedenken hat eine Pfarrkirche von St. Wenzel in Kadov gestanden, die von
einem vierkantigen Presbiterium und einem Längschiff gebildet wurde. Sie wurde gemauert
und von Krusten bedeckt. Das Innere der Kirche wurde nur von ein paar kleinen schmalen
Fenstern beleuchtet und es gab dort vier Altäre.
Auf dem Chor hat ein kleines Positiv gestanden.
Um die Kirche herum hat sich der Friedhof erstreckt. Im hölzernen Glockenturm haben drei
kleine Glocken gehangen. Weil die alte Kirche im schlechten Zustand war, ließ ihn Jan Fr.
Kristian der Graf Sweets Spork, der Graf von Lnáře, abreißen und die jetzige Barockkirche
mit drei Kuppeln und einem Turm bauen. In die Kuppel wurde am 12. Juni 1765 eine Gedenkschrift
versteckt, nach der die folgenden Menschen an der Kirche gearbeitet haben: Kašpar Švankmajer –
der Maurermeister, Jiří Kaplan – der Zimmermeister und Jan Šole – der Schmiedemeister.
Die neue Kirche wurde am 29. September 1765 feierlich eingeweiht. In der Kirche gibt es
drei Altäre. Der Hauptaltar ist dem heiligen Wenzel geweiht, die Nebenaltäre der Frau
Marie Karlovská und dem heiligen Jan Nepomucký. Auf dem Chor steht die Orgel aus dem Jahre 1768.
Beachtenswert sind das Kreuz auf der Taufschale und die Statue der Frau Marie Lurdská.
In der Sakristei sind die Grabsteine von Jan Zabořský aus Brloh, Ofka aus Kladrubec und
Jan Čabuzský aus Prostý. Die Grabmäler von Alex. Zabořský aus Brlohy, seiner Frau Kat.
Zabořská aus Jilmanice und dem ersten Pfarrer von Kadov Mat. Rybička sind in der östlichen
Mauer der Sakristei eingepasst. Der Grabstein mit Bildnissen der zwei Kindern von Alb.
Zabořský ist beim nördlichen Eingang zum Friedhof eingemauert. Auf dem Friedhof wurde zum
letzten Mal im Jahre 1850 begraben. Auf dem Turm hängen drei Glocken. Zwei von ihnen kommen
aus dem Jahre 1760, der dritte wurde 1840 abgegossen. Beim Hauptgang wurde 1899 das missionarische
Kreuz gestellt.
Das Pfarrhaus
ist nordwestlich von der Kirche hinter dem Schulgebäude zu finden. Das Gebäude wurde im
Jahre 1758 gebaut. Das älteste Personenstandsbuch kommt aus dem Jahr 1660, das Gedenkbuch
wurde 1761 gegründet.
Die Alte Festung
war ursprünglich ein hölzerner Wladyka-Sitz, der umgegraben wurde. Der erste Wladyka war
Racek aus Žihobec, der 1362 zum Schutzpatron der Kirche wurde. Die ehemalige Festung wurde
Anfang des 20. Jahrhunderts in einen Kornspeicher umgebaut. Der Nordflügel wurde erhöht
und auch in einen Kornspreicher umgebaut. Im Westflügel wurden beide Renaissance-Giebel
mit dem Erker und drei große Keller erhalten. Gegen 1661 war eine Brauerei in der Festung,
in der der Brauer Martin Sosna das Bier braute. Zur Festung gehörte auch der Garten, der
durch seltene Pflanzen- und Baumsorten bekannt wurde. Die Gräben wurden mit einer seltenen
Lindenbaum-Sorte bepflanzt, deren Blätter dem Priesterbirett ähnlich waren. Sie wurden 1749 gefällt.
Die Kapelle mit der Grafengruft
Früher hat zur Kapelle Nalez. Sv. Kříže eine schöne Allee geführt. Die Kapelle wurde
im einfachen gotischen Stil auf dem Kreuz-Grundriss gebaut. Den Grundstein hat am 25.
April 1856 der Graf Václav Linker aus Lucemvik, der Herr von Lnáře gelegt. Der Bau wurde
1863 zu Ende gebracht und eingeweiht. In der Kapelle wurden mehrmals pro Jahr heilige Messen
zelebriert. Um die Kapelle herum wurden Linden eingepflanzt und der Friedhof errichtet. Der
Friedhof wurde seit 1680 benutzt. Im Jahre 1887 wurde dort der Karner gebaut. Inmitten des
Friedhofes steht das einserne Kreuz.
Auf dem Dorfplatz befindet sich das Denkmal der kriegsgefallenen Soldaten.
Die Festung und der Hof in Málkov
Die erste Erwähnung kommt aus dem Jahre 1393. Es handelte sich um einen Steinbau mit
hohem Giebel, der leider nicht erhalten wurde.
Das Schloß in Pole
Pole ist eine der ältesten Gemeinden in Blatensko. Es wird schon 1228 daran erinnert.
Der polnische Hof in Pole hat aus vier Bauernhöfen entstanden. Die Dominante des
Dorfes ist das Schloß, das heutzutage sehr baufällig ist. Im Schloß gab es im 17.
Jahrhundert eine Kapelle. Beim Schloß war der Garten. 1669 wurde hier die Baumschule
gegründet – die erste Baumschule im Großgrundbesitz von Lnáře. In Pole gab es auch die
Brauerei. Das Bier wurde dort nur im Winter gebraut und die Bierproduktion wird bis zum
Jahre 1859 datiert, in dem die Brauerei geschlossen wurde.
Auf dem Platz, wo es den Teich Chmeličný gibt, war das Hopfenfeld.
Die kleine Barockkapelle, die beim Weg von Pole nach Kadov liegt, wurde im 18. Jahrhundert eingeweiht.
Es steht da auch das Mahnmal der Befreiung durch die amerikanische Armee.
Die Mühle am Teich in Pole steht seit dem 17. Jahrhundert.
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